Fremdsprachen
In der Sekundarstufe des Gymnasiums (Klassen 5 bis 10) in Rheinland-Pfalz sollen die Kenntnisse und Fertigkeiten erarbeitet werden, die die Basis für das differenzierte Fächerangebot in der Oberstufe bilden. Das Profil des Gymnasiums gegenüber den übrigen Schularten wird vor allem durch das Unterrichtsangebot im Bereich der Fremdsprachen bestimmt. Dieses wollen wir, soweit es im Augenblick für Sie von Bedeutung ist, darstellen.
Fremdsprachenkenntnisse sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Allgemeinbildung geworden: Sie eröffnen einen Zugang zu anderen Kulturbereichen, fördern Toleranz und Aufgeschlossenheit und sind eine wichtige Voraussetzung für die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Muttersprachen in Europa und der Welt. Fremdsprachenkenntnisse helfen, den gemeinsamen kulturellen Reichtum zu erschließen, sind zudem für viele Menschen eine wichtige Voraussetzung, im Berufsleben bestehen zu können.
Die Grundschule hat aufgrund der Beobachtung der bisherigen Lernentwicklung Ihres Kindes in einer Empfehlung festgestellt, für welche Schulart Ihr Kind geeignet erscheint. Mit Ihrer Entscheidung, Ihr Kind am Gymnasium anzumelden, ist auch schon eine gewisse Entscheidung für das Erlernen von Fremdsprachen verbunden. Die Schule kann jedoch nicht alle Fremdsprachen anbieten, die man möglicherweise einmal braucht. Zudem muss auch die Lernfähigkeit des Kindes beachtet werden.
Am Gymnasium sind mindestens zwei Fremdsprachen verpflichtend zu erlernen; d.h. die erste (ab Klasse 5) und zweite Fremdsprache (ab Klasse 6) müssen mindestens bis zur 10. Klasse als Hauptfächer beibehalten werden und können in der Oberstufe als Grund- oder Leistungsfächer weitergeführt werden. Die dritte fakultative, d.h. freiwillige Fremdsprache ab Klasse 9 kann in der Oberstufe als Grundkurs weitergeführt werden. Sollte in Klasse 9 keine Lerngruppe mit dritter FS Französisch oder mit dritter FS Latein zu Stande kommen, werden wir versuchen, dieses Angebot in der 11. Klasse zu wiederholen.
Je nach Wahl der ersten Fremdsprache ergeben sich unterschiedliche Sprachfolgen, die im Folgenden kurz skizziert werden sollen. Wir bieten drei verschiedene Fremdsprachenfolgen an, so dass Sie bei der Anmeldung am Gymnasium nicht nur über die erste, sondern gleichzeitig auch über die darauf folgende Fremdsprache entscheiden werden.
Da die Fremdsprachen am Gymnasium mit völlig anderem Stellenwert, nach andere Methoden und anderen Leistungsanforderungen unterrichtet werden, als in den Kursen der Grundschule, sollten Sie sich bei Ihrer Entscheidung der Wahl der ersten Fremdsprache nicht unbedingt nach den "Fremdsprachenerfahrungen" an der Grundschule richten. Der Fremdsprachenunterricht am Gymnasium setzt - im Gegensatz zu Deutsch, Mathematik u.s.w. - keinerlei Kenntnisse aus der Grundschule voraus.
Während in den ersten Jahren des Englischunterrichts vor allem sprachpraktische Ziele im Vordergrund stehen, wird später zunehmend auf Lerninhalte Wert gelegt, die Fragen des gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der englischsprachigen Nationen in den Unterricht einbeziehen. Ein vertieftes Verständnis für Eigenarten und Besonderheiten dieser Staaten soll zur Verständigung und zum Abbau von Vorurteilen beitragen.
Die Nähe des Englischen zum Deutschen sowie die Überschaubarkeit der grammatischen Regeln erleichtern in der Anfangszeit Lernerfolge in dieser Sprache und ermöglichen schon bald die praktische Anwendung des Erlernten.
Andererseits haben Erfahrungen mit Schülern, die Englisch erst als zweite Fremdsprache, d.h. ab Klasse 6 nach Französisch, gewählt haben, gezeigt, dass das Erlernen des Englischen durch die bereits erworbenen Kenntnisse des Französischen erleichtert wird; die intensivere Behandlung der Grammatik im Französischunterricht wirkt sich positiv auf das Erlernen der zweiten Sprache aus.
Wie die Französischschüler durch Kontakte mit den Schülern unserer Partnerschulen in Sarrebourg und Thionville für den Erwerb französischer Sprachkenntnisse motiviert werden, so wird den Englischschülern ein Austauschprogramm mit jugendlichen Engländern geboten. Dabei werden nicht nur Sprachkenntnisse verbessert, vielmehr sind in vielen Fällen aus diesen Austauschprogrammen und Aufenthalten in England dauerhafte Freundschaften entstanden.
In diesem "Regelangebot" folgt ab Klasse 6 Französisch als zweite Fremdsprache:
Neben diesem "Regelangebot" (Englisch in der 5. Klasse und Französisch in der 6. Klasse) gibt es an unserer Schule bei ausreichender Schülerzahl noch eine Englisch-Latein-Klasse. Dabei setzt in der 6. Klasse das Fach Latein ein; damit kann bei ausreichenden Leistungen am Ende der 10. Klasse der Abschluss im Fach Latein, das Latinum, erreicht werden. In der 9. Klasse können die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse zusätzlich Französisch oder Spanisch wählen.
Aus diesen Gründen wird der Französischunterricht in der 5. und 6. Klasse um eine bis zwei Stunden erhöht, damit alle Kinder der Klassen mit erster Fremdsprache Französisch (in der Regel zwei solcher Klassen) die Voraussetzungen erfüllen, um ab der Klasse 7 am bilingualen Unterricht Französisch teilnehmen zu können. Dabei wird zunächst Erdkunde und ab der 9. Klasse auch Geschichte zum überwiegenden Teil in französischer Sprache unterrichtet.
Es sprechen gute Gründe dafür, mit Französisch als erster Fremdsprache am Gymnasium zu beginnen: Beginnt das Kind im Alter von etwa zehn Jahren mit dem Französischunterricht, so lernt es die Grundstrukturen mit geringerer Anstrengung. Der im Vergleich zum Englischen größere Formenreichtum wird in diesem Alter eher bewältigt als bei späterem Beginn. Auch zeigen sich bei Zehnjährigen kaum Probleme mit der Aussprache - für manche, die später beginnen, eine Hürde.
Da in Rheinland-Pfalz inzwischen etwa jedes zweite Gymnasium auch Französisch als 1. Fremdsprache anbietet, ergeben sich bei einem Wohnortwechsel selten Probleme. Allerdings ist eine Korrektur der Schullaufbahn durch Wechsel an die hiesige Realschule nicht mehr problemlos möglich, da die Realschule nicht in jedem Jahr Französisch als 1. Fremdsprache anbietet.
Fremdsprachenfolge mit Französisch als 1. Fremdsprache:
Spanisch als dritte Fremdsprache ab Klasse 9
Spanisch ist mit 300 Millionen Sprechern eine der wichtigsten lebenden Weltsprachen. Nicht nur in Spanien, sondern auch in Lateinamerika (außer Brasilien) ist es Amtssprache. Besonders im Westen der USA dient es vielfach als Verkehrssprache, an Schulen und Universitäten der USA ist es die erste Fremdsprache. Neben Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch und Russisch ist es eine der offiziellen UNO-Sprachen.
Relativ schnell kann man im Spanischen lernen
wie Wörter und Sätze korrekt ausgesprochen und geschrieben werden
wie man einfache Sätze bildet
Französisch- oder Lateinkenntnisse, über die die Schüler bereits verfügen, helfen, den Wortschatz und die Strukturen zu erschließen. Im Spanischen erlangt man allerdings rascher als im Französischen die Fähigkeit, sich alltagssprachlich zu verständigen.
Spanien selbst ist ein gerade von Deutschen vielbesuchtes Reiseland. Sprachkenntnisse helfen, Kontakte zu Land und Leuten herzustellen. Die in der Schule erworbenen Kenntnisse lassen sich wiederum leicht touristisch erweitern.
In vielen Berufen werden Englischkenntnisse heute als selbstverständlich vorausgesetzt, d.h. das Beherrschen einer Zweit- oder Drittsprache wird zunehmend wichtiger. Spanien als Mitgliedsstaat der EU wie auch die Länder Lateinamerikas stellen sicherlich einen bedeutenden Markt dar.
Wer einen Auslandsaufenthalt plant, verfügt über Kenntnisse in drei Sprachen, d.h. das Spektrum der in Frage kommenden Länder wird erheblich erweitert. Am Gymnasium Saarburg bestehen gute Kontakte zur Deutschen Schule in Puebla (Mexiko). Einige Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit eines längerfristigen Aufenthaltes in diesem spanischsprachigen Land bereits genutzt. Zurzeit (Mai 2002) befinden sich drei Schülerinnen (9. und 10. Klasse) in Puebla, ein mexikanischer Schüler besucht die Klasse 9b. Die Kosten für einen Aufenthalt in Mexiko sind insofern ausgesprochen niedrig, als nur der Flug, Krankenversicherung und Material (ca. 8E/Monat) bezahlt werden müssen. Zudem kann der Zeitraum individuell abgestimmt werden.
Die spanische und lateinamerikanische Literatur stößt in Europa auf immer mehr Interesse. Mehrere Nobelpreise zeugen vom Rang dieser Literatur. Was man über die Geschichte Lateinamerikas, oft wesentliches Element dieser Bücher, liest und lernt, ermöglicht einen eventuell neuen Blick auf Europa. Eine Lektüre des Originals ist einer Übersetzung stets vorzuziehen.
Entonces... ! vamos a aprender español !
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Spanischlehrer/innen und die Schulleitung gerne zur Verfügung.
Latein als dritte Fremdsprache ab Klasse 9
Latein ist aktueller denn je. Für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Latein nicht schon seit der 6. Klasse lernen, besteht die Möglichkeit, den Lateinunterricht ab der 9. Jahrgangsstufe zu besuchen. Wozu Latein?
Wer auf eine breite und fundierte Allgemeinbildung setzt, um für alle späteren beruflichen Herausforderungen, Wechselfälle und Unwägbarkeiten gerüstet zu sein, sollte Latein wählen. Minimalismus und Spezialistentum sind out!
Wer sich eine große Problemlösungskompetenz aneignen möchte, geistige Beweglichkeit und Ausdauer trainieren will, ist bei Latein richtig.
Wer seine Ausdrucksfähigkeit in Deutsch verbessern und/oder
später relativ mühelos weitere moderne Fremdsprachen selbstständig erlernen möchte, ist mit Latein gut beraten.
Und nicht zuletzt: Wer das "Latinum" erwerben möchte, sollte die letzte Gelegenheit, Latein an der Schule zu lernen, nicht verpassen.
Dazu noch einige Informationen:
Der Besuch eines Latein-Kurses ab der Jahrgangsstufe 9 bis einschließlich Klasse 13 führt bei ausreichender Leistung (5 MSS-Punkte) ohne Zusatzprüfung zum Erwerb des "Latinums", eines Nachweises, den Universitäten für eine Reihe von Studiengängen verlangen.
Ein Student, der diesen Nachweis zum Beginn seines Studiums nicht vorlegen kann, muss mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand die geforderten Sprachkenntnisse während seines Studiums erwerben und sich zusätzlich einer anspruchsvollen Latinumsprüfung unterziehen. Es ist also in jeder Hinsicht zu empfehlen, Latein, wenn irgend möglich, bereits am Gymnasium zu lernen, wenn man sich alle Optionen für die spätere Studien- und Berufswahl offen halten will.
Von den im Lateinunterricht erworbenen Kompetenzen profitieren aber auch diejenigen, die nicht studieren wollen oder die kein Hochschulstudium anstreben, das Lateinkenntnisse zwingend verlangt. Denn die oben genannten Fähigkeiten sind sowohl für Geistes- als auch für Naturwissenschaftler von hohem Nutzen.
Noch ein Wort zum Schluss: Latein ist unbestreitbar die Grundlage unserer europäischen Kultur. Der kulturelle Aspekt ist ein großes Anliegen dieses Faches. Hier werden durch die Lektüre und Interpretation lateinischer Schriftsteller Grundfragen menschlicher Existenz erörtert. Auch auf diesem Gebiet ist die Antike für uns heute aktueller denn je.
Zum Thema "Wozu Latein?" findet man inzwischen auch im Internet eine Fülle von Informationen (siehe z. B. bei Google).
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Lateinlehrer/innen und die Schulleitung gerne zur Verfügung.
Fremdsprachenkenntnisse sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Allgemeinbildung geworden: Sie eröffnen einen Zugang zu anderen Kulturbereichen, fördern Toleranz und Aufgeschlossenheit und sind eine wichtige Voraussetzung für die Verständigung zwischen Menschen verschiedener Muttersprachen in Europa und der Welt. Fremdsprachenkenntnisse helfen, den gemeinsamen kulturellen Reichtum zu erschließen, sind zudem für viele Menschen eine wichtige Voraussetzung, im Berufsleben bestehen zu können.
Die Grundschule hat aufgrund der Beobachtung der bisherigen Lernentwicklung Ihres Kindes in einer Empfehlung festgestellt, für welche Schulart Ihr Kind geeignet erscheint. Mit Ihrer Entscheidung, Ihr Kind am Gymnasium anzumelden, ist auch schon eine gewisse Entscheidung für das Erlernen von Fremdsprachen verbunden. Die Schule kann jedoch nicht alle Fremdsprachen anbieten, die man möglicherweise einmal braucht. Zudem muss auch die Lernfähigkeit des Kindes beachtet werden.
Am Gymnasium sind mindestens zwei Fremdsprachen verpflichtend zu erlernen; d.h. die erste (ab Klasse 5) und zweite Fremdsprache (ab Klasse 6) müssen mindestens bis zur 10. Klasse als Hauptfächer beibehalten werden und können in der Oberstufe als Grund- oder Leistungsfächer weitergeführt werden. Die dritte fakultative, d.h. freiwillige Fremdsprache ab Klasse 9 kann in der Oberstufe als Grundkurs weitergeführt werden. Sollte in Klasse 9 keine Lerngruppe mit dritter FS Französisch oder mit dritter FS Latein zu Stande kommen, werden wir versuchen, dieses Angebot in der 11. Klasse zu wiederholen.
Je nach Wahl der ersten Fremdsprache ergeben sich unterschiedliche Sprachfolgen, die im Folgenden kurz skizziert werden sollen. Wir bieten drei verschiedene Fremdsprachenfolgen an, so dass Sie bei der Anmeldung am Gymnasium nicht nur über die erste, sondern gleichzeitig auch über die darauf folgende Fremdsprache entscheiden werden.
Da die Fremdsprachen am Gymnasium mit völlig anderem Stellenwert, nach andere Methoden und anderen Leistungsanforderungen unterrichtet werden, als in den Kursen der Grundschule, sollten Sie sich bei Ihrer Entscheidung der Wahl der ersten Fremdsprache nicht unbedingt nach den "Fremdsprachenerfahrungen" an der Grundschule richten. Der Fremdsprachenunterricht am Gymnasium setzt - im Gegensatz zu Deutsch, Mathematik u.s.w. - keinerlei Kenntnisse aus der Grundschule voraus.
1. Englisch als erste Fremdsprache
Wegen der umfangreichen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen, die unser Land mit der englischsprachigen Welt pflegt, sind Englischkenntnisse ein unverzichtbarer Bestandteil der schulischen Ausbildung.Während in den ersten Jahren des Englischunterrichts vor allem sprachpraktische Ziele im Vordergrund stehen, wird später zunehmend auf Lerninhalte Wert gelegt, die Fragen des gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der englischsprachigen Nationen in den Unterricht einbeziehen. Ein vertieftes Verständnis für Eigenarten und Besonderheiten dieser Staaten soll zur Verständigung und zum Abbau von Vorurteilen beitragen.
Die Nähe des Englischen zum Deutschen sowie die Überschaubarkeit der grammatischen Regeln erleichtern in der Anfangszeit Lernerfolge in dieser Sprache und ermöglichen schon bald die praktische Anwendung des Erlernten.
Andererseits haben Erfahrungen mit Schülern, die Englisch erst als zweite Fremdsprache, d.h. ab Klasse 6 nach Französisch, gewählt haben, gezeigt, dass das Erlernen des Englischen durch die bereits erworbenen Kenntnisse des Französischen erleichtert wird; die intensivere Behandlung der Grammatik im Französischunterricht wirkt sich positiv auf das Erlernen der zweiten Sprache aus.
Wie die Französischschüler durch Kontakte mit den Schülern unserer Partnerschulen in Sarrebourg und Thionville für den Erwerb französischer Sprachkenntnisse motiviert werden, so wird den Englischschülern ein Austauschprogramm mit jugendlichen Engländern geboten. Dabei werden nicht nur Sprachkenntnisse verbessert, vielmehr sind in vielen Fällen aus diesen Austauschprogrammen und Aufenthalten in England dauerhafte Freundschaften entstanden.
In diesem "Regelangebot" folgt ab Klasse 6 Französisch als zweite Fremdsprache:
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Regelklasse | E1 | F2 | L3 / S3 | ||
| Lateinklasse | E1 | L2 | F3 / S3 |
2. Französisch als erste Fremdsprache
Wegen seiner geographischen Lage und seiner Tradition kommt dem Französischunterricht in unserem Raum in der heutigen Zeit eine besondere Bedeutung zu. Französisch ist die Sprache unseres größten Nachbarn, dessen Land wir in weniger als einer Stunde Fahrzeit erreichen können. Es ist die Sprache unseres bevorzugten Handelspartners, Französischkenntnisse sind besonders in der Wirtschaft gefragt und verbessern die Berufschancen im Saar-Lor-Lux-Raum.Aus diesen Gründen wird der Französischunterricht in der 5. und 6. Klasse um eine bis zwei Stunden erhöht, damit alle Kinder der Klassen mit erster Fremdsprache Französisch (in der Regel zwei solcher Klassen) die Voraussetzungen erfüllen, um ab der Klasse 7 am bilingualen Unterricht Französisch teilnehmen zu können. Dabei wird zunächst Erdkunde und ab der 9. Klasse auch Geschichte zum überwiegenden Teil in französischer Sprache unterrichtet.
Es sprechen gute Gründe dafür, mit Französisch als erster Fremdsprache am Gymnasium zu beginnen: Beginnt das Kind im Alter von etwa zehn Jahren mit dem Französischunterricht, so lernt es die Grundstrukturen mit geringerer Anstrengung. Der im Vergleich zum Englischen größere Formenreichtum wird in diesem Alter eher bewältigt als bei späterem Beginn. Auch zeigen sich bei Zehnjährigen kaum Probleme mit der Aussprache - für manche, die später beginnen, eine Hürde.
Da in Rheinland-Pfalz inzwischen etwa jedes zweite Gymnasium auch Französisch als 1. Fremdsprache anbietet, ergeben sich bei einem Wohnortwechsel selten Probleme. Allerdings ist eine Korrektur der Schullaufbahn durch Wechsel an die hiesige Realschule nicht mehr problemlos möglich, da die Realschule nicht in jedem Jahr Französisch als 1. Fremdsprache anbietet.
Fremdsprachenfolge mit Französisch als 1. Fremdsprache:
| 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Normalklasse | F1 | E2 | L3 / S3 | L3 / S3 | ||
| bilingual | F1 | E2 | L3 / S3 | L3 / S3 | ||
| bilinguales Sachfach | Ek | Ek | G | Ek, Sk |
3. Zweite Fremdsprache
Eine entwicklungspsychologisch besonders günstige Phase für den Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen sind die ersten Jahre der Sekundarstufe I, also die Klassen 5 und 6. Aufgrund der Beobachtung, dass Kinder in diesem Alter der Fremdsprache mit besonders hohen Erwartungen, mit Neugier und Lernbegierde entgegengehen. Während das Erlernen von Fremdsprachen in der Phase der Pubertät deutlich schwerer fällt, wird seit zwei Jahren landesweit die 2. Fremdsprache schon in der 6. Klasse eingeführt.4. Sprachen im fakultativen Bereich
Spanisch ist mit 300 Millionen Sprechern eine der wichtigsten lebenden Weltsprachen. Nicht nur in Spanien, sondern auch in Lateinamerika (außer Brasilien) ist es Amtssprache. Besonders im Westen der USA dient es vielfach als Verkehrssprache, an Schulen und Universitäten der USA ist es die erste Fremdsprache. Neben Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch und Russisch ist es eine der offiziellen UNO-Sprachen.
Relativ schnell kann man im Spanischen lernen
wie Wörter und Sätze korrekt ausgesprochen und geschrieben werden
wie man einfache Sätze bildet
Französisch- oder Lateinkenntnisse, über die die Schüler bereits verfügen, helfen, den Wortschatz und die Strukturen zu erschließen. Im Spanischen erlangt man allerdings rascher als im Französischen die Fähigkeit, sich alltagssprachlich zu verständigen.
Spanien selbst ist ein gerade von Deutschen vielbesuchtes Reiseland. Sprachkenntnisse helfen, Kontakte zu Land und Leuten herzustellen. Die in der Schule erworbenen Kenntnisse lassen sich wiederum leicht touristisch erweitern.
In vielen Berufen werden Englischkenntnisse heute als selbstverständlich vorausgesetzt, d.h. das Beherrschen einer Zweit- oder Drittsprache wird zunehmend wichtiger. Spanien als Mitgliedsstaat der EU wie auch die Länder Lateinamerikas stellen sicherlich einen bedeutenden Markt dar.
Wer einen Auslandsaufenthalt plant, verfügt über Kenntnisse in drei Sprachen, d.h. das Spektrum der in Frage kommenden Länder wird erheblich erweitert. Am Gymnasium Saarburg bestehen gute Kontakte zur Deutschen Schule in Puebla (Mexiko). Einige Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit eines längerfristigen Aufenthaltes in diesem spanischsprachigen Land bereits genutzt. Zurzeit (Mai 2002) befinden sich drei Schülerinnen (9. und 10. Klasse) in Puebla, ein mexikanischer Schüler besucht die Klasse 9b. Die Kosten für einen Aufenthalt in Mexiko sind insofern ausgesprochen niedrig, als nur der Flug, Krankenversicherung und Material (ca. 8E/Monat) bezahlt werden müssen. Zudem kann der Zeitraum individuell abgestimmt werden.
Die spanische und lateinamerikanische Literatur stößt in Europa auf immer mehr Interesse. Mehrere Nobelpreise zeugen vom Rang dieser Literatur. Was man über die Geschichte Lateinamerikas, oft wesentliches Element dieser Bücher, liest und lernt, ermöglicht einen eventuell neuen Blick auf Europa. Eine Lektüre des Originals ist einer Übersetzung stets vorzuziehen.
Entonces... ! vamos a aprender español !
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Spanischlehrer/innen und die Schulleitung gerne zur Verfügung.
Latein ist aktueller denn je. Für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die Latein nicht schon seit der 6. Klasse lernen, besteht die Möglichkeit, den Lateinunterricht ab der 9. Jahrgangsstufe zu besuchen. Wozu Latein?
Wer auf eine breite und fundierte Allgemeinbildung setzt, um für alle späteren beruflichen Herausforderungen, Wechselfälle und Unwägbarkeiten gerüstet zu sein, sollte Latein wählen. Minimalismus und Spezialistentum sind out!
Wer sich eine große Problemlösungskompetenz aneignen möchte, geistige Beweglichkeit und Ausdauer trainieren will, ist bei Latein richtig.
Wer seine Ausdrucksfähigkeit in Deutsch verbessern und/oder
später relativ mühelos weitere moderne Fremdsprachen selbstständig erlernen möchte, ist mit Latein gut beraten.
Und nicht zuletzt: Wer das "Latinum" erwerben möchte, sollte die letzte Gelegenheit, Latein an der Schule zu lernen, nicht verpassen.
Dazu noch einige Informationen:
Der Besuch eines Latein-Kurses ab der Jahrgangsstufe 9 bis einschließlich Klasse 13 führt bei ausreichender Leistung (5 MSS-Punkte) ohne Zusatzprüfung zum Erwerb des "Latinums", eines Nachweises, den Universitäten für eine Reihe von Studiengängen verlangen.
Ein Student, der diesen Nachweis zum Beginn seines Studiums nicht vorlegen kann, muss mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand die geforderten Sprachkenntnisse während seines Studiums erwerben und sich zusätzlich einer anspruchsvollen Latinumsprüfung unterziehen. Es ist also in jeder Hinsicht zu empfehlen, Latein, wenn irgend möglich, bereits am Gymnasium zu lernen, wenn man sich alle Optionen für die spätere Studien- und Berufswahl offen halten will.
Von den im Lateinunterricht erworbenen Kompetenzen profitieren aber auch diejenigen, die nicht studieren wollen oder die kein Hochschulstudium anstreben, das Lateinkenntnisse zwingend verlangt. Denn die oben genannten Fähigkeiten sind sowohl für Geistes- als auch für Naturwissenschaftler von hohem Nutzen.
Noch ein Wort zum Schluss: Latein ist unbestreitbar die Grundlage unserer europäischen Kultur. Der kulturelle Aspekt ist ein großes Anliegen dieses Faches. Hier werden durch die Lektüre und Interpretation lateinischer Schriftsteller Grundfragen menschlicher Existenz erörtert. Auch auf diesem Gebiet ist die Antike für uns heute aktueller denn je.
Zum Thema "Wozu Latein?" findet man inzwischen auch im Internet eine Fülle von Informationen (siehe z. B. bei Google).
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Lateinlehrer/innen und die Schulleitung gerne zur Verfügung.
Landkreis Trier-Saarburg
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