PiT und ProPP

Das ProPP-Projekt: "Kinder und Jugendliche stark machen - Konflikte lösen"

Seit dem Schuljahr 2000/2001 wird an unserer Schule zur Sucht- und Gewaltvorbeugung das Projekt zur Primärprävention (ProPP) durchgeführt: Kinder und Jugendliche sollen lernen, mit Konflikten umzugehen, Belastungen zu verarbeiten und mit sich selbst und anderen in verantwortungsvoller Weise umzugehen - ohne Zuflucht zu Mitteln und Verhaltensweisen zu suchen, die vordergründig leichten Lebensgenuss versprechen, Probleme vergessen machen oder die Leistungsfähigkeit künstlich steigern.

Das Projekt wird in den Klassen der Orientierungsstufe durchgeführt und regelmäßig vertieft. Über die Durchführung werden die Eltern zu gegebener Zeit informiert.

Die Präventionsziele sind:
Förderung von Selbstwert und Selbstvertrauen
Förderung von Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
Förderung der Konfliktfähigkeit

Durch diese Methode erfahren die Kinder Bestätigung von außen und lernen, auf Stärken stolz zu sein und Schwächen - die jeder hat - zu akzeptieren.

ProPP-Stunden beginnen mit einer kleinen Übung oder einem Spiel, um die Schülerinnen und Schüler auf ProPP einzustimmen. Im Mittelpunkt der Stunden steht eine Übung bzw. ein Spiel aus einem der drei Bereiche, aus denen ProPP sich zusammensetzt:

dem Bereich der Selbstkompetenz (Selbstwahrnehmung, Selbstwertschätzung und Selbstverantwortung),
dem Bereich der Sozialkompetenz (soziale Wahrnehmung, soziale Beziehungen in der Klasse, Kommunikation, Problembearbeitung, Regeln des   Zusammenlebens) und
dem Bereich der Konfliktbewältigung (Entwicklung einer "Streitkultur" mit Regeln und Lösungsstrategien).

Dazu bieten die Lehrer entsprechende Übungen und Spiele an. Aus dem Bereich "Selbstwahrnehmung" stammt zum Beispiel die Einstiegsübung "Meine Stärken und Schwächen", bei der die Kinder reihum ihre Stärken und Schwächen nennen. Das Besondere dabei ist, dass ihnen ihre Stärken von Mitschülern bestätigt werden; wenn also jemand sagt "Ich bin gut in Mathe", so bestätigt dies ein anderer Schüler: "Stimmt, sie hat mir schon oft schwierige Unterrichtsinhalte erklärt". Den Abschluss der Stunden bildet dann eine kleine Entspannungsübung oder ein Bewegungsspiel, je nach Situation und Bedarf.

In den vergangenen Jahren ist ProPP sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern insgesamt positiv aufgenommen worden. So schrieb eine Schülerin in einem Fragebogen zu ProPP: "Ich würde ProPP eine 1 mit Stern geben. Es hat mir sehr gut gefallen und ich könnte es noch bis zum 8. Schuljahr machen".


Projekt PiT

PIT ist eine Abkürzung und steht für "Prävention im Team". Es baut auf ProPP auf, bedarf aber keiner Vorkenntnisse, so dass auch eine Klasse, die kein ProPP hatte, daran teilnehmen kann.

Bei diesem Programm arbeiten wir als Schule mit der Polizei zusammen, d.h. ausgebildete PIT-Moderatoren (Lehrerinnen und Lehrer) werden in einem Zeitraum von ca. 3 Wochen zusammen mit dem Beauftragten für Jugendsachen besondere Trainingsprogramme zur Vorbeugung von Gewalt, Sucht und Fremdenfeindlichkeit in Klassen durchführen. Dabei werden die Inhalte auf verschiedene Arten vermittelt (z.B. Vorträge; Vor-Ort-Besuche; Interaktions-und Rollenspiele; Filmausschnitte). Es geht darum, über die Problemdarstellung zur Entwicklung einer Handlungskompetenz (Wahrnehmung - Kommunikation - Interaktion - Kooperation) zu gelangen.

Auch die Eltern werden im Rahmen von Klassenelternversammlungen rechtzeitig über die Durchführung informiert werden.

Die Ziele von PIT sind :
Stärkung des Normenbewusstseins von Jugendlichen (d.h. Wissen zum Jugendschutzgesetz; Rechtsempfinden, etc.);
Erwerb sozialer Kompetenzen (z.B. Unterstützung Schwächerer; Verantwortungsgefühl);
Stärkung des Selbstwertgefühls und Selbstbewusstseins;
Heranführung an konstruktive, gewaltfreie Problemlösungen;
Verbesserung des sozialen Klimas.